Nasir — Blatt 24a

1ward es ihr beschieden, vier Generationen früher zur Königswürdein Jisraél zu gelangen.

2WENN EINE FRAU EIN NAZIRAT GELOBT UND EIN VIEHABGESONDERT HAT, UND IHR MANN ES IHR DARAUF AUFHEBT, SO KANN DAS VIEH, WENN ES IHM GEHÖRT, IN DIE HERDE KOMMEN UND WEIDEN,

3WENN ES ABER IHR GEHÖRT, SO IST DAS SÜNDOPFER VERENDEN ZU LASSEN, DAS BRANDOPFER ALS BRANDOPFER DARZUBRINGEN UND DAS HEILSOPFER ALS HEILSOPFER DARZUBRINGEN; ESDARF NUR EINEN TAG GEGESSEN WERDEN, BENÖTIGT ABER NICHT DER BROTE.

4HATTE SIE UNBEZEICHNETES GELDZURÜCKGELEGT, SO FÄLLT ES DER FREIWILLIGEN SPENDENKASSE ZU, WENN ABER BEZEICHNETES GELD, SO IST DAS GELD ZUM SÜNDOPFER IN DAS SALZMEER ZU WERFEN, MAN DARF ES NICHT NUTZNIESSEN NOCH BEGEHT MAN DARAN EINE VERUNTREUUNG,

5FÜR DAS GELD ZUM BRANDOPFER EIN BRANDOPFER DARZUBRINGEN, UND MAN BEGEHT DARAN EINE VERUNTREUUNG, UND FÜR DAS GELD ZUM HEILSOPFER EIN HEILSOPFER DARZUBRINGEN; ES DARF NUR EINEN TAG GEGESSEN WERDEN, BENÖTIGT ABER NICHT DER BROTE.

6GEMARA. Wer ist der Autor, welcher sagt, daß der Ehemann hierfür nicht haftbar sei!? R. Ḥisda erwiderte: Es sind die Rahbanan, denn wieso dürfte [das Vieh,] wenn man sagen wollte, es sei R. Jehuda, in die Herde kommen und weiden, er ist ja haftbar!?

7Es wird nämlich gelehrt: R. Jehuda sagte: Der Ehemann muß für seine Frau das Opfereines Reichendarbringen,

8ebenso auch jedes andere Opfer, zu dem sie verpflichtet ist, denn er unterschrieb ihrfolgendes: jeden Anspruch, den du an mich von früher herhast.

9Raba sagte: Du kannst auch sagen, es sei R. Jehuda, denn haftbar ist er nur für eine Sache, deren sie benötigt, nicht aber für eine Sache, deren sie nichtbenötigt.

10Manche lesen: Wer ist der Autor? R. Ḥisda erwiderte: Es ist R. Jehuda, denn auch nach ihm ist er für sie haftbar nur für eine Sache, deren sie benötigt, nicht aber für eine Sache, deren sie nicht benötigt. Nach den Rahbanan aber ist er ja überhaupt nichthaftbar,

11und eine Haftbarkeitkann nur dann erfolgen, wenn er es ihr zueignet, und sobald er es ihr zueignet, gehört es ihr.

Text: „Der Babylonische Talmud", übers. Lazarus Goldschmidt (1929, † 1950), gemeinfrei. Digitale Quelle: Sefaria.