Nedarim — Blatt 8b

1so kein Traum ohne Albernheit.

2Die Frau des Rabina tat ein Gelübde. Da kam er zu R. Aši und fragte ihn, ob der Ehemann Vertreter inbetreff des Bereuensseiner Frau sein könne. Dieser erwiderte: Sind siebeisammen, dann wohl, sonst aber nicht.

3Hieraus ist dreierlei zu entnehmen; es ist zu entnehmen, der Ehemann könne Vertreter inbetreff des Bereuens seiner Frau sein; es ist zu entnehmen, es sei ungehörig, in der Ortschaft seines Lehrers ein Gelübdeaufzulösen; und es ist zu entnehmen, daß, wenn siebeisammen sind, es erlaubt sei.

4Eine Ausschließung aber auch in der Ortschaft seines Lehrers. Ferner darf eine Ausschließung auch von einer anerkannten Einzelperson auf gehoben werden.

5R. Šimo͑n b. Zebid sagte im Namen des R. Jiçḥaq b. Ṭabla im Namen R. Ḥija des Großen, aus der Schule R. Aḥas, im Namen R. Zeras im Namen R. Elea͑zars im Namen R. Ḥaninas im Namen R. Mejašas im Namen des R. Jehuda b. Ilea͑j: Es heißt:es soll euch scheinen, die ihr meinen Namen fürchtet; das sind Menschen, die fürchten, den Namen Gottes unnötig hervorzubringen.Die Sonne der Gerechtigkeit und der Genesung. Abajje sagte: Hieraus, daß die Staubsäule des Tageslichtes heilsam ist.

6Er streitet somit gegen Reš Laqiš, welcher sagt, in der zukünftigen Welt gebe es kein Fegefeuer, vielmehr werde der Heilige, gepriesen sei er, die Sonne aus ihrem Futteral hervorkommen lassen, und durch sie werden die Frommen geheilt und die Frevler gerichtet werden. Denn es heißt: und es wird euch scheinen, die ihr meinen Namen fürchtet &c. die Sonne. Und noch mehr, sie werden sich an ihr ergötzen, denn es heißt:und ihr werdet hervorkommen und wie Mastkälber hüpfen.

7Und die Frevler gerichtet werden, denn es heißt:siehe, ein Tag kommt, brennend wie ein Ofen &c.

Text: „Der Babylonische Talmud", übers. Lazarus Goldschmidt (1929, † 1950), gemeinfrei. Digitale Quelle: Sefaria.