Nidda — Blatt 53b
1beginne die Dämmerung des R. Jose, und ein Tanna ist der Ansicht, die Dämmerung des R. Jose rage in die Dämmerung des R. Jehuda hinein.
2Die Rabbanan lehrten: Die einen Blutfleck findet, macht sich und Heiliges rückwirkendunrein – so Rabbi.
3R. Šimo͑n b. Elea͑zar sagt, Heiliges mache sie unrein, sie selbst aber ist nicht unrein, denn bei ihrem Blutflecke darf es nicht strenger sein, als bei ihrer Wahrnehmung. –
4Wir finden ja beim Heiligen, daß es bei ihrem Blutflecke strenger ist als bei ihrer Wahrnehmung!? –
5Lies vielmehr wie folgt: R. Šimo͑n b. Elea͑zar sagt, sie mache auch Heiliges nicht unrein, denn in keiner Hinsicht darf es bei ihrem Blutflecke strenger sein, als bei ihrer Wahrnehmung.
6Die Rabbanan lehrten: Hat sie einen Blutfleck gefunden und darauf Blut wahrgenommen, so führe sie einen Stundentag den Blutfleck auf die Wahrnehmung zurück – so Rabbi.
7R. Šimo͑n b. Elea͑zar sagt, den Tag. Rabbi sagte: Seine Worte sind einleuchtender als meine Worte, denn er verbessert es ihr, ich aber verschlechtere es ihr. –
8Wieso verbessert er es ihr, er verschlechtert es ihr ja!? Rabina erwiderte: Wende esum.
9R. Naḥman sagte: Tatsächlich brauchst du es nicht umzuwenden, denn: er verbessert es ihr hinsichtlich der Vorschriften des Flusses,
10ich aber verschlechtere es ihr hinsichtlich der Vorschriften des Flusses.
11R. Zera fragte R. Asi: Benötigen die Blutflecke einer Unterbrechung in Reinheitoder nicht? Da schwieg er und antwortete nichts.
12Ein anderes Mal traf er ihn sitzen und vortragen: Sie führe einen Stundentag ihren, Blutfleck auf ihre Wahrnehmung zurück – so Rabbi.
13Hierzu sagte Reš Laqiš, nur wenn sie sich untersucht hat, und R. Joḥanan sagte, auch wenn sie sich nicht untersucht hat.
14Da sprach er zu ihm: Demnach ist auch beim Blutflecke eine Unterbrechung in Reinheit erforderlich. Jener erwiderte: Freilich. – Aber verschiedene Male fragte ich dich, und du antwortetest mir nicht!? Vielleicht bist du im Eifer darauf gekommen. Jener erwiderte: Jawohl, im Eifer bin ich darauf gekommen.
15DIE AM ELFTEN TAGEBEI DÄMMERUNG WAHRNIMMT, AM BEGINNE DER MENSTRUATIONS[WOCHE] UND AM ENDEDER MENSTRUATIONS[WOCHE], AM BEGINNE DER FLUSS[TAGE] UND AM ENDE DER FLUSS[TAGE],
16AM VIERZIGSTEN TAGE WEGEN EINES KNABENUND AM ACHTZIGSTEN TAGE WEGEN EINES MÄDCHENS, IN DER DÄMMERUNG, SIE ALLE SIND IN EINE WIRRUNGGERATEN.
17R. JEHOŠUA͑ SPRACH: ANSTATT DASS IHR EINE VORSORGE TREFFT FÜR DIE TÖRINNEN, KOMMT UND TREFFT EINE VORSORGE FÜR DIE KLUGEN.
18GEMARA. Wieso Beginn der Menstruations[woche] und Ende der Menstruations[woche], es ist ja Beginn der Menstruations[woche] und Ende der Fluß[tage]!?
19R. Ḥisda erwiderte: Er meint es wie folgt: die am elften Tage bei Dämmerung wahrnimmt, am Beginne der Menstruations[woche] und Ende der Fluß[tage],
20oder am siebenten der Menstruation, am Ende der Menstruations[woche] und Beginne der Fluß[tage].
21R. JEHOŠUA͑ SAGTE: ANSTATT DASS IHR VORSORGE TREFFT FÜR DIE TÖRINNEN &C. Sind diese denn Törinnen,
Text: „Der Babylonische Talmud", übers. Lazarus Goldschmidt (1929, † 1950), gemeinfrei. Digitale Quelle: Sefaria.