Pessachim — Blatt 109b
1Eine Elle zu einer Elle in einer Höhe von drei Ellen. Danach setzten die Weisen fest, daß das Tauchbad vierzig Seá Wasserhaben müsse.
2R. Aši sagte: Rabin b. Ḥenana sagte mir, der Tisch im Tempel sei aus [auseinanderzunehmenden] Teilen zusammengesetzt gewesen, denn wie könnte man, wollte man sagen, fest zusammengebaut, einen eine Elle großen [Gegenstand] in einem eine Elle großen [Bassin] untertauchen!? –
3Was ist dies für ein Einwand, vielleicht pflegte man ihn im von Šelomo gefertigten Meereunterzutauchen, denn R. Ḥija lehrte, das von Šelomo gefertigte Meer faßte hundertundfünfzig Reinheitsbäder.
4AUCH REICHE MAN IHM NICHT WENIGER ALS VIER. Wieso haben die Rabbanan etwas angeordnet, wodurch man in eine Gefahr geraten kann!? Es wird nämlich gelehrt: Man darf nicht zweiessen, man darf nicht zwei trinken, man darf nicht zweimal sich reinigen, und man darf nicht zweimal seine Bedürfnisse verrichten!?
5R. Naḥman erwiderte: Die Schrift sagt:eine Bewachungsnacht, eine Nacht, die seit jeher vor Gespenstern bewacht ist.
6Raba erwiderte: Der Becher, über den der Tischsegengesprochen wird, zählt zum Guten mit und nicht zum Bösen. Rabina erwiderte: Die Rabbanan haben als Zeichen der Freiheit vier Becher angeordnet, von denen jeder
Text: „Der Babylonische Talmud", übers. Lazarus Goldschmidt (1929, † 1950), gemeinfrei. Digitale Quelle: Sefaria.