Pessachim — Blatt 121a
1Einer bezieht dies auf das Verwerfliche und einer bezieht dies auf das Übriggebliebene.
2Wer dies auf das Verwerfliche bezieht, [begründet] : wegen Verdächtigkeit der Priester, und wer dies auf das Übriggebliebene bezieht, [begründet:] wegen Nachlässigkeit der Priester.
3Einer lehrt dies von einem olivengroßen Quantum, wie beim Verbote, und einer lehrt dies von einem eigroßen Quantum, wie bei der Verunreinigung.
4HAT MAN DEN SEGEN ÜBER DAS PESAḤOPFER GESPROCHEN, SO ENTHEBT ES DAS SCHLACHTOPFER, HAT MAN DEN SEGEN ÜBER DAS SCHLACHTOPFER GESPROCHEN, SO ENTHEBT ES DAS PESAḤOPFER NICHT – SO R. JIŠMA͑ÉL; R. A͑QIBA SAGT, WEDER ENTHEBE DIESES JENES, NOCH JENES DIESES.
5GEMARA. Wenn du darüber nachdenkst, ist nach [der Ansicht] R. Jišma͑éls das Werfen im Gießeneinbegriffen, nicht aber das Gießen im Werfen,
6und nach der Ansicht R. A͑qibas nicht das Gießen im Werfen noch das Werfen im Gießen.
Text: „Der Babylonische Talmud", übers. Lazarus Goldschmidt (1929, † 1950), gemeinfrei. Digitale Quelle: Sefaria.