Schabbat — Blatt 25b
1Unauslösbarkeit und das Verbot für Laien Geltung haben!? – Jene sind mehr.
2Wenn du aber willst, sage ich: das Heiligengut ist strenger, da es mit der Ausrottung belegt ist. R. Naḥman b. Jiçḥaq erwiderte: Die Schrift sagt: du sollst ihm geben, ihm, aber nicht seinem Feuer; demnach darf man [die Hebe] brennen.
3R. JIŠMA͑ÉL SAGT &C. – A us welchem Grunde? Raba erwiderte: Da es schlecht riecht, könnte er es lassen und hinausgehen. Abajje sprach zu ihm: Mag er doch hinausgehen!? Jener erwiderte: Ich bin der Ansicht, das Brennen des Lichtes am Šabbath sei Pflicht. R. Naḥman b. R. Zabhda, manche sagen, R. Naḥman b. Raba, sagte nämlich im Namen Rabhs: Das Brennen des Lichtes am Šabbath ist eine Pflicht; das Waschen der Hände und Füße in warmem [Wasser] am Vorabend ist ein Freigestelltes; ich aber sage, dies sei Gebot. – Was für ein Gebot? –
4R. Jehuda sagte im Namen Rabhs: So war die Gepflogenheit des R. Jehuda b. Ilea͑j; am Vorabend des Šabbaths pflegte man ihm eine Wanne mit warmem Wasser zu bringen, und er wusch sich Gesicht, Hände und Füße und hüllte sich in ein mit Çiçith versehenes Linnentuch; er glich dann einem Engel des Herrn der Heerscharen. Als einst seine Schüler vor ihm die Ecken ihrer Linnentücher verbargen, sprach er zu ihnen: Kinder, habe ich euch nicht gelehrt, das Linnentuch sei nach der Schule Šammajs von den Çiçith frei und nach der Schule Hillels pflichtig, und die Halakha sei wie die Schule Hillels? Jene aber waren der Ansicht, dies sei mit Rücksicht auf das Nachtgewand verboten.
5Und du raubtest meiner Seele den Frieden, ich vergaß des Glückes. Was heißt: du raubtest meiner Seele den Frieden? R. Abahu erwiderte: Dies ist die Beleuchtung am Šabbath. Ich vergaß des Glückes. R. Jirmeja sagte: Dies ist das Badehaus. R. Joḥanan sagte: Dies ist das Waschen von Händen und Füßen in warmem Wasser. R. Jiçḥaq der Schmied sagte: Dies ist das schöne Bett mit dem schönen Bettzeug darauf. R. Abba sagte: Dies ist das bezogene Bett und das geputzte Weib für die Schriftgelehrten.
6Die Rabbanan lehrten: Wer ist reich? – Wer an seinem Reichtum Zufriedenheit findet – so R. Meír. R. Tryphon sagte: Wer hundert Weinberge, hundert Felder und hundert Knechte darin arbeiten hat. R. A͑qiba sagte: Wer eine Frau hat, die schön ist in ihrem Betragen. R. Jose sagte: Wer den Abort nahe seinem Tische hat.
7Es wird gelehrt: R.Šimo͑n b. Elea͑zar sagte: Man darf kein Balsamharz brennen. – Aus welchem Grunde? Raba erwiderte: Da es einen Duft verbreitet, so könnte man davon zum Gebrauche entnehmen. Abajje sprach zu ihm:
Text: „Der Babylonische Talmud", übers. Lazarus Goldschmidt (1929, † 1950), gemeinfrei. Digitale Quelle: Sefaria.