Sevachim — Blatt 21b
1Ein Unterschied besteht zwischen ihnen hinsichtlich der Bestimmung des Hinablassens. –
2R. Joḥanan sagte ja aber, daß, wenn er die Hände zum Abheben der Asche gewaschen hat, er sie am folgenden Tage nicht mehr zu waschen brauche, da er dies bereits beim Antritt des Dienstes getanhat.
3Allerdings kann nach Raba, der diese Lehre R. Elea͑zar b. R. Šimo͑n addiziert, die andere die Ansicht Rabbisvertreten,
4nach Abajje aber, der diese Lehre Rabbi addiziert, befindet sich ja Rabbi in einem Widersprüche: in jener heißt es, daß es hinabgelassen werde, in dieser aber nicht!? –
5Er zog es hochund ließ es wieder hinab. –
6Demnach ist es, wenn er sich am folgenden Tage nicht zu waschen braucht,
7auch für das Geeignetmachendetauglich, somit ist dies ja dasselbe, was R. Ḥisda lehrt!? –
8Ein Unterschied besteht zwischen ihnen hinsichtlich des Gebotes des Hinablassens.
9Man wandte ein: Sie sahen ihnnicht und hörten ihn nicht, bis sie das Geräusch der Walze vernahmen, die Ben-Qaṭṭin als Vorrichtung für das Waschbeckenmachte. Sodann riefen sie: Es ist Zeit, Hände und Füße aus dem Waschbecken zu waschen. Wahrscheinlich hob er eshoch, demnach war es hinabgelassen !? –
10Nein, er ließ es dann hinab. – Wieso war, wenn er es hinabließ, ein Geräusch zu vernehmen!? – Er ließ es hinab vermittelst des Rades.
11Eine andere Lesart: Er ließ es hinab mit einemRade, damit es Geräusch mache, und jene es hören und herbeikommen. – Gabinaj der Ausruferwar ja da!? – Es wurde auf zwei Arten kund gegeben; wer dies hörte, kam herbei, und wer jenes hörte, kam herbei.
12Der Text R. Jose b. R. Ḥanina sagte: Aus einem Waschbecken, aus dem nicht vier Priester sich waschen können, darf man sich nicht waschen, denn es heißt: es sollen Moše, Ahron und seine Söhne aus ihm waschen &c.
13Man wandte ein: Alle Gefäße heiligen, einerlei ob sie ein Viertel[log] fassen
Text: „Der Babylonische Talmud", übers. Lazarus Goldschmidt (1929, † 1950), gemeinfrei. Digitale Quelle: Sefaria.