Sevachim — Blatt 23a
1jeder nach dem Quantum seines Essens!? – Nur als Gebot. –
2Etwa nicht als Pflicht, es wird ja gelehrt :Nach der Zahl der Seelen, dies lehrt, daß das Pesaḥopfer nur für die Beteiligten geschlachtet werde. Man könnte glauben, wenn man es für Nichtbeteiligte geschlachtet hat, sei nur ein Gebot übertretenworden, so heißt es:sollt ihr zählen, die Schrift hat es wiederholt, als Bedingung; und die Essenden werden mit den Beteiligtenverglichen !? –
3Die Ältesten des Südens vergleichen sie nicht. – Auch wenn sie sie nicht vergleichen, ist ja folgendes einzuwenden: wenn bei der Verunreinigung durch ein Kriechtier, wo der unreine Eigentümer das Opfer von vornherein hinschicken kann, der unreine Priester es nicht wohlgefällig machen kann, um wieviel weniger kann bei der Verunreinigung durch eine Leiche, wo der unreine Eigentümer das Opfer von vornherein nicht hinschicken kann, der unreine Priester es wohlgefällig machen.
4Man wandte ein: Sie sagten, beim Nazir und dem Pesaḥopfer mache das Stirnblattwohlgefällig nur bei Unreinheit des Blutes, nicht aber bei Unreinheit der Person.
5Wobei, wollte man sagen, bei Unreinheit durch ein Kriechtier, so sagst du ja, daß man für einen Kriechtierunreinen [das Opfer] schlachte und [das Blut] sprenge; doch wohl bei Unreinheit durch eine Leiche, und er lehrt, das Stirnblatt mache nicht wohlgefällig. Hieraus also, daß, wenn der Eigentümer durch eine Leiche unrein geworden ist, er das Opfer nicht hinschicken könne!? –
6Nein, wenn der Eigentümer durch eine Leiche unrein geworden ist, erfolgt dieswohl, hier aber wird von dem Falle gesprochen, wenn der Priester durch ein Kriechtier unrein geworden ist. –
7Wie ist demnach der Schlußsatz zu erklären: Wurde er durch eine unsichtbare Unreinheitunrein, so macht [das Stirnblatt] es wohlgefällig. R. Ḥija lehrte ja, die unsichtbare Unreinheit gelte nur von einer Leiche, und diese Beschränkung schließt wohl die unsichtbare Unreinheit durch ein Kriechtier aus!? –
8Nein, dies schließt die unsichtbare Unreinheit durch Samenfluß aus. –
9Demnach sollte doch die Frage des Rami b. Ḥama, ob es auch dann wohlgefällig sei, wenn der darbringende Priester durch eine unsichtbare Unreinheit unrein geworden ist, oder nicht, hieraus zu entscheiden sein, daß es wohlgefällig sei, denn wir beziehen esja auf den Priester!? –
10Rami b. Ḥama streitet entschieden dagegen. –
11Komm und höre :Ahron soll die Verfehlung inbetreff der heiligen Dinge auf sich nehmen; welche Verfehlung soll er auf sich nehmen:
Text: „Der Babylonische Talmud", übers. Lazarus Goldschmidt (1929, † 1950), gemeinfrei. Digitale Quelle: Sefaria.