Sevachim — Blatt 54a
1er beschirmt ihn allezeit. Daher war es dem frommen Binjamin beschieden, ein Wirt des Heiligen, gepriesen sei er, zu sein, wie es heißt:und zwischen seinen Schultern wohnt er.
2Man wandte ein: Wie verfuhr er beim Geflügel-Brandopfer? Er kniff ihm den Kopf ab gegen das Genick, trennte ihn ab und preßte das Blut auf die Wand des Altarsaus.
3Wenn man nun sagen wollte, dieses habe kein Fundament gehabt, so floß es ja in die Luft!? R. Naḥman b. Jiçḥaq erwiderte: Vielleicht hatten sie bestimmt, daß der Luftraum Binjamin und der Boden Jehudagehöre. –
4Was heißt: es hatte kein Fundament? – Rabh erklärte, baulich; Levi erklärte, hinsichtlich des Blutes. Rabh sagte, auf seinem eigenen Gebiete befand sich der Altar; Levi sagte, auf seinem eigenen Gebiete befand sich das Heiligtum, der für das Blut geheiligte Raum. –
5Komm und höre : Das Fundament lief um die ganze Nord- und Westseite und nahm je eine Elle in der Südseite und in der Ostseite ein!? – Unter ‘einnehmen’ ist zu verstehen, durch das Blut. –
6Komm und höre: Der Altar maß zweiunddreißig zu zweiunddreißigEllen!? – An den Seiten. –
7Komm und höre: Es ergibt sich, daß sieeine Elle über das Fundament und eine Elle über den Sims ragte!? – Lies: eine Elle gegen das Fundamentund eine Elle gegen den Sims. –
8Komm und höre : Levi lehrte : Wie baute man den Altar? Man holte eine viereckige Form von zweiundreißig zu zweiunddreißig Ellen in der Höhe von einer Elle und füllte sie mit rohen Kieselsteinen, ob groß oder klein, sodann holte man Kalk, Mergel und Pech, rührte es um und goß es darüber; dies war das Fundament.
9Sodann holte man wiederum eine Form von einundreißig zu einunddreißig Ellen, und dann wiederum eine von dreißig zu dreißig Ellen. Zuletzt holte man eine Form von einer zu einer Elle und füllte sie mit rohen Kieselsteinen, ob groß oder klein, darauf holte man Pech und Mergel, rührte es um und goß es darüber. Dies war das Horn, und ebenso auch alle übrigen Hörner.
10Wolltest du sagen,
Text: „Der Babylonische Talmud", übers. Lazarus Goldschmidt (1929, † 1950), gemeinfrei. Digitale Quelle: Sefaria.