Sota — Blatt 39a
1und hinten besprengt hat oder hinten besprengen wollte und vom besprengt hat, so ist die Besprengung ungültig; wenn er vom besprengen wollte und seitwärts nach vom besprengt hat, so ist die Besprengung gültig.
2Raba b. R. Hona sagte: Sobald die Torarolle geöffnet worden ist, darf man nicht mehr sprechen, nicht einmal über eine Halakha, denn es heißt:und als er es öffnete, stand das ganze Volk, und unter ‘stehen’ ist das Schweigen zu verstehen, denn es heißt :ich wartete, ob sie nicht reden würden, sie standen und antworteten nicht. R. Zera entnimmt dies im Namen R. Ḥisdas hieraus :Und die Ohren des ganzen Volkes waren auf das Buch der Tora gerichtet.
3Ferner sagte R. Jehošua͑ b. Levi: Ein Priester, der die Hände nicht gewaschen hat, darf die Hände nicht erheben, denn es heißt :erhebt eure Hände in Heiligkeit und preiset den Herrn.
4Seine Schüler fragten R. Elea͑zar b. Šamua͑: Wodurch hast du dein langes Leben? Er erwiderte ihnen: Nie habe ich das Bethaus als Durchgang benutzt, nie schritt ich über die Köpfe des heiligen Volkes, und nie habe ich meine Hände ohne Segensspruch erhoben.
5Wie lautet der Segensspruch? R. Zera erwiderte im Namen R. Ḥisdas: [Gepriesen sei,] der uns mit der Heiligkeit Ahrons geheiligt und uns befohlen hat, sein Volk Jisraél in Liebezu segnen. –
6Was spricht er, wenn er die Füße in Bewegung setzt? – ‘Möge es dein Wille sein, o Herr, unser Gott, daß diesem Segen, mit dem dein Volk Jisraél zu segnen du uns befohlen hast, kein Anstoß und keine Sünde entgegentrete.’ – Was spricht er, wenn er sein Gesicht von der Gemeindeabwendet? R. Ḥisda führte R. U͑qaba umher und trug ihm vor: [Er spreche:] Herr der Welt, wir haben getan, was du uns befohlen hast, übe an uns,
Text: „Der Babylonische Talmud", übers. Lazarus Goldschmidt (1929, † 1950), gemeinfrei. Digitale Quelle: Sefaria.