Sukka — Blatt 12b
1mit Rücksicht auf einen Speicher, nach der Tora ist es jedoch zulässig, da aber heißt es ‘so ist dies keine Festhütte’, auch wenn bereits erfolgt, wonach sie auch nach der Tora keine Festhütte ist.
2R. Jehuda sagte im Namen Rabhs : Hat man sie mit Pfeilen überdacht, so ist sie, wenn es männliche sind, brauchbar, und wenn es weibliche sind, unbrauchbar. –
3«Wenn es männliche sind, brauchbar.» Selbstverständlich!? – Man könnte glauben, bei den männlichen seien die weiblichen zu berücksichtigen, so lehrt er uns. –
4«Wenn es weibliche sind, unbrauchbar.» Selbstverständlich!? – Man könnte glauben, die zum Ausfüllen bestimmte Vertiefung gelte nicht als Aufnehmendes, so lehrt er uns.
5Raba b. Bar Ḥana sagte im Namen R. Joḥanans: Hat man sie mit Flachsbüscheln überdacht, so ist sie unbrauchbar; wenn mit Flachsstengeln, so ist sie brauchbar; von Flachsbündeln weiß ich es nicht.
6Ich weiß jedoch nicht, was Flachsbündel sind. Nennt er ‘Flachsbündel’ gebrochen und nicht gehechelt, geweicht und nicht gebrochen aber nennt er ‘Flachsstengel’, oder nennt er ‘Flachsbündel’ auch geweicht und nicht gebrochen?
7R. Jehuda sagte: Süßholz und Beifuß dürfen als Hüttenbedachung verwendet werden. Abajje sagte: Süßholz darf als Hüttenbedachung verwendet werden, Beifuß aber nicht. – Aus welchem Grunde? –
Text: „Der Babylonische Talmud", übers. Lazarus Goldschmidt (1929, † 1950), gemeinfrei. Digitale Quelle: Sefaria.