Sukka — Blatt 6a
1wenn er aber seine Kleider am Körper, seine Sandalen an den Füßen und seine Ringe an den Fingern anhat, so ist er sofort unrein, diese aber bleiben rein, bis er so lange verweilt, als man ein Peras essen kann, Weizenbrot und nicht Gerstenbrot, und zwar angelehntund mit Zukost.
2Gerste [wegen der folgenden Lehre:] Ein gerstengroßer Knochen [von einem Toten] verunreinigt durch Berühren und Tragen, nicht aber durch Bezeltung.
3Weinstöcke [dies deutet auf] das Quantum eines Viertellog Wein für den Naziräer.
4Feigen, [dies deutet auf] das Quantum einer Dörrfeige hinsichtlich des Hinaustragens am Šabbath.
5Granatäpfel, wegen der folgenden Lehre: Für alle Gefäße eines Privatmannes gilt die Größe eines Granatapfels.
6Ein Land mit Olivenöl, ein Land, dessen sämtliche Quantitäten Olivengröße haben. – Sämtliche Quantitäten, wie kommst du darauf, da sind ja die ebengenannten!? – Sage vielmehr: dessen meiste Quantitäten Olivengröße haben.
7Honig, die Größe einer getrockneten Dattel hinsichtlich [des Essens am] Versöhnungstage.
8Sie sind ja somit aus der Tora!? – Glaubst du etwa, daß die Quantitäten in der Schrift geschrieben stehen!? Sie sind vielmehr eine [überlieferte] Halakha, und der Schriftvers ist nur eine Anlehnung. –
9[Die Lehre] von den Trennungen ist ja aus der Tora!? Es heißt nämlich: er soll den Leib im Wasser baden, es darf keine Trennung zwischen ihm und dem Wasser sein. –
10Die Halakha bezieht sich auf das Haar. Dies nach Rabba b. Bar Ḥana, denn Rabba b. Bar Ḥana sagte: Ein verknotetes Haar ist eine Trennung, drei sind keine Trennung, von zweien weiß ich es nicht. –
11Aber auch hinsichtlich des Haares ist es ja aus der Tora, denn es heißt: er soll den Leib im Wasser baden, auch was zum Leibe gehört, nämlich das Haar!? –
12Die Halakha bezieht sich auf eine Lehre R. Jiçḥaqs, denn R. Jiçḥaq sagte:
Text: „Der Babylonische Talmud", übers. Lazarus Goldschmidt (1929, † 1950), gemeinfrei. Digitale Quelle: Sefaria.