Kapitel

Kabbala & jüdische Mystik

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Mystische Traditionen

Adam Kadmon: Der Urmensch und die Symbolik des kosmischen Menschen

Adam Kadmon: in der lurianischen Kabbala die erste Emanation nach dem Zimzum, der kosmische Mensch und die menschengestaltige Landkarte der Sefirot. Vergleich mit dem vollkommenen Menschen (insân-i kâmil), dem christlichen kosmischen Christus, dem gnostischen Anthropos und dem indischen Purusha.

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Die vier Welten: Azilut, Beria, Jezira und Asija — die Schichten der Schöpfung

Die vier Welten der Kabbala: Azilut (Emanation), Beria (Schöpfung), Jezira (Formung), Asija (Wirken). Der stufenweise Abstieg des göttlichen Lichts vom Ein-Sof zur Materie; Beziehung zu den Sefirot und den Seelenschichten (Neschama/Ruach/Nefesch).

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Gematrie: Buchstaben-Zahlen-Mystik und die verborgenen Schichten des heiligen Textes

Gematrie: die Zahlenwerte der hebräischen Buchstaben; Notarikon und Temura; verborgene Sinnschichten in der Tora-Auslegung (PaRDeS/sod) und Abulafias ekstatische Buchstaben-Meditation. Neutraler Vergleich mit abdschad/dschafr.

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Die chassidische Bewegung

Die von Baal Schem Tov im 18. Jahrhundert in Mesbisch begonnene massenhafte jüdische mystische Erweckung; vergleichende Analyse der chassidischen Dynastien (Chabad, Bratslav, Karlin) rund um devekut, niggun und die Institution des Zaddik mit den Sufi-Gemeinschaften.

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Die göttlichen Namen: Schem ha-Meforasch, die 72 Namen und die Kraft der Buchstaben

Die schöpferische Kraft der göttlichen Namen in der Kabbala: das Tetragramm, der Schem ha-Meforasch, der aus Exodus 14 abgeleitete 72-buchstabige Name, die Buchstabenmystik und Abulafias Methode der Meditation mit dem Namen.

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Kabbala: jüdische Mystik, Sefirot und Ein-Sof

Die Hauptader der jüdischen Mystik ist die Kabbala; sie ist die theosophische Tradition, die das aus dem unendlichen und unerkennbaren Ein-Sof durch die zehn Sefirot hervortretende göttliche Leben, den verborgenen Sinn der Tora und den Weg der Rückkehr zum Ursprung der Seele lehrt.

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Klipot: Schalen, Schatten und der Ursprung des Bösen in der Kabbala

Die Schalen (Klipot) in der Kabbala, die die Heiligkeit verhüllen und die göttlichen Funken einkerkern; die Sitra Aḥra, ihre Entstehung aus dem Zerbrechen der Gefäße und die Erlösung durch Birur–Tikkun; eine Metaphysik des Bösen.

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Die lurianische Kabbala

Das von Isaak Luria (Ari, 1534–1572) im Safed des 16. Jahrhunderts entwickelte revolutionäre kabbalistische System: Zimzum (Zusammenziehung), Schevirat ha-Kelim (Zerbrechen der Gefäße) und Tikkun Olam (kosmische Wiederherstellung). Es bildete die Grundlage für die chassidische Bewegung und das moderne jüdische Denken.

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Merkabah-Mystik: Die Hekhalot-Literatur und der Aufstieg zum himmlischen Thron

Die aus Ezechiels Wagen-Vision hervorgegangene frühe jüdische Thron-Mystik, die in der Hekhalot-Literatur den Aufstieg durch sieben himmlische Paläste und die Schau des göttlichen Throns behandelt; die Vorgeschichte der Kabbala.

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Der Sefirot-Baum

Das zentrale Diagramm der Kabbala: die zehn göttlichen Eigenschaften/Sefirot, die aus dem Ein Sof (dem Unendlichen) emanieren (Keter, Chochmah, Binah, Chesed, Gewurah, Tiferet, Nezach, Hod, Jesod, Malchut), und die 22 Pfade zwischen ihnen. Strukturelle Verwandtschaft mit den tasawwufischen Stufen (Mertebe), dem hinduistischen Chakra-System und den Esmâ-i hüsnâ (den schönen Namen Gottes).

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Schechina: Göttliche Gegenwart und die weibliche Dimension in der Kabbala

Schechina: die Gegenwart Gottes in der Welt; in der Kabbala die weibliche göttliche Dimension, die mit der zehnten Sefira Malchut gleichgesetzt wird, das Exil (galut ha-Schechina) und die Wiedervereinigung (jichud). Vergleich mit tajallî und sakîna in der Sufik.

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Zimzum: Die göttliche Zusammenziehung und das Öffnen einer Leere für die Schöpfung

In der Lehre Isaak Lurias zieht sich das Unendliche (Ein-Sof) in sich selbst zurück und öffnet so eine Leere für die Schöpfung; die erste Phase der Trias Zimzum–Schevirat ha-Kelim–Tikkun und das Fundament der lurianischen Kosmologie.

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Das Licht des Zohar

Ein im 13. Jahrhundert in Kastilien Mosche de León zugeschriebener aramäisch-hebräischer mystischer Tora-Kommentar; der grundlegende kanonische Text der Kabbala. Er hat tiefen Einfluss auf Spinoza, die moderne chassidische Tradition und die vergleichende Mystik hinterlassen.

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