Westliche Esoterik

Die Aufgestiegenen Meister und die Devas der Theosophie

Die Aufgestiegenen Meister (Mahatmas, Adepten) und die Devas der Theosophie sind die verborgenen Weisen und die Naturgeist-Hierarchie eines esoterischen Weltbildes, das Helena Blavatsky ab 1875 begründete. Die Notiz erzählt ihre Mythen — die „Mahatma-Briefe" Moryas und Koot Hoomis, die Große Weiße Bruderschaft und das verborgene Reich Shambhala, die Deva-Stufenleiter bei Besant, Leadbeater und Hodson, Saint Germain und die „I AM"-Bewegung Guy Ballards — und stellt die Aufgestiegenen Meister vergleichend neben die Bodhisattvas, die Engelhierarchien und die verborgenen Heiligen des Islam (Khidr, der verborgene Imam, die Abdal).

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Definition

Als Aufgestiegene Meister (englisch Ascended Masters; in der älteren Theosophie meist Mahatmas, „große Seelen", oder schlicht Adepten, Meister der Weisheit) bezeichnet die theosophische und die aus ihr hervorgegangene esoterische Überlieferung eine Gruppe vollendeter, überaus weit entwickelter Menschen, die den Kreislauf der Wiedergeburten gemeistert haben und nun — sichtbar oder unsichtbar, verkörpert oder körperlos — als verborgene Lenker der geistigen Geschichte der Menschheit wirken. Sie bilden zusammen eine „Große Weiße Bruderschaft" (englisch Great White Brotherhood; „weiß" meint hier das Licht und die Reinheit, nicht eine Hautfarbe) und eine gestufte geistige Hierarchie, an deren Spitze nach der reifen theosophischen Lehre der „Herr der Welt" steht. Ihre Aufgabe ist es, hinter den Kulissen die Evolution des Bewusstseins zu fördern, die Religionen zu inspirieren, in geschichtlichen Wendezeiten einzugreifen und einzelne Suchende auf dem Pfad zu führen.

Eng mit ihnen verbunden, aber von ganz anderer Art, sind die Devas (Sanskrit deva, „der Leuchtende, Glänzende"; im theosophischen Sprachgebrauch oft synonym mit „Engel" und „Naturgeist" gebraucht). Während die Meister aus der menschlichen Entwicklungslinie hervorgehen, gelten die Devas in der Theosophie als eine eigene, parallele Evolution — eine Stufenleiter beseelter Wesen, die von den winzigen Naturgeistern der Elemente über die großen lenkenden Engel der Naturreiche bis zu erhabenen planetarischen Devas reicht und die unsichtbare, gestaltbildende Seite der Natur verkörpert. Meister und Devas zusammen bevölkern jene „inneren Welten", die das theosophische Weltbild zwischen den groben Stoff und das höchste Göttliche legt.

Diese Notiz dokumentiert, sie wertet nicht. Ob es Aufgestiegene Meister und Devas „gibt", ist nicht ihre Frage; ihre Frage ist, wie eine moderne esoterische Bewegung — beginnend mit Helena Blavatsky und der Theosophical Society von 1875 — das uralte Motiv der verborgenen Weisen und der Geisthierarchie neu gefasst hat und wie sich diese Gestalten zu den Bodhisattvas des Buddhismus, den Engelchören der abrahamitischen Religionen und den verborgenen Heiligen des Islam verhalten. Sie erzählt zuerst die großen Geschichten — die Mahatma-Briefe, Shambhala, die Deva-Hierarchie, Saint Germain —, ordnet dann die Typen und stellt schließlich die Vergleiche an.

Herkunft und Quellen: von Blavatskys Adepten zur Ascended-Master-Bewegung

Die Lehre von den Meistern ist in mehreren Schichten gewachsen, und es ist für jedes Verständnis entscheidend, diese Schichten auseinanderzuhalten — schon weil die Theosophische Gesellschaft selbst später nachdrücklich zwischen ihren „Mahatmas" und den „Aufgestiegenen Meistern" der amerikanischen Nachfolgebewegungen unterschieden hat.

Die erste Schicht ist die der Gründungszeit. Als die russischstämmige Helena Petrovna Blavatsky (1831–1891) gemeinsam mit Henry Steel Olcott und William Quan Judge 1875 in New York die Theosophical Society gründete, berief sie sich auf eine Gruppe lebender Meister oder Mahatmas — vollendeter Adepten einer uralten „Bruderschaft" der Weisheit, die nach ihrer Darstellung größtenteils im Verborgenen Indiens, des Himalaya und besonders Tibets lebten. Diese Meister, so Blavatsky, seien die eigentlichen Inspiratoren der Gesellschaft; sie selbst sei nur ihre Botin und Schülerin. Zwei von ihnen traten in den Vordergrund: der Rajput-Meister Morya (Kürzel „M.") und der kaschmirische Brahmane Koot Hoomi (Kürzel „K. H.", auch Kuthumi). Wichtig ist: In dieser ältesten Lehre sind die Meister lebende Menschen aus Fleisch und Blut — von außerordentlicher Geistesmacht zwar, fähig zu Hellsehen, Gedankenübertragung und der „Niederschrift" von Briefen aus der Ferne, aber nicht „aufgestiegen" im späteren Sinn. Blavatskys großes Werk The Secret Doctrine (1888) entwirft auf dieser Grundlage eine gewaltige Kosmologie der Welt- und Menschheitszyklen, in der diese Adepten als Hüter eines uralten Wissens erscheinen.

Die zweite Schicht ist die der „Neo-Theosophie" unter Annie Besant (1847–1933) und vor allem Charles Webster Leadbeater (1854–1934). Sie bauten die anfangs recht zurückhaltende Meister-Lehre zu einer detaillierten, systematischen geistigen Hierarchie mit Namen, Ämtern, „Strahlen" und Aufgaben aus. Leadbeaters Buch The Masters and the Path (1925) gab dieser Lehre ihre klassische Gestalt und gebrauchte den Ausdruck Große Weiße Bruderschaft ausgiebig. Aus derselben Werkstatt stammt das schmale Erbauungsbüchlein At the Feet of the Master (1910), das unter dem Namen des jungen Jiddu Krishnamurti (Pseudonym „Alcyone") erschien und das die Meister-Frömmigkeit popularisierte; mit der Ausrufung Krishnamurtis zum kommenden „Weltlehrer" (dem Fahrzeug des Maitreya) im „Orden des Sterns im Osten" erreichte diese Strömung ihren Höhepunkt — bis Krishnamurti den Orden 1929 auflöste und sich vom ganzen Meister-Apparat lossagte.

Die dritte Schicht schließlich ist die eigentliche Ascended-Master-Bewegung des 20. Jahrhunderts, die in den USA entstand und den Begriff „Aufgestiegener Meister" überhaupt erst prägte. Ihr Gründungsereignis ist die Begegnung des Amerikaners Guy Ballard mit dem Meister Saint Germain am kalifornischen Mount Shasta im Jahr 1930; aus ihr ging die „I AM"-Aktivität hervor (dazu unten ausführlich). Spätere Verzweigungen wie die „Bridge to Freedom" und die Summit Lighthouse / Church Universal and Triumphant der Eheleute Mark und Elizabeth Clare Prophet entwickelten daraus eine eigene, vom theosophischen Mutterhaus deutlich abgesetzte Theologie der „Ascended Masters". Genau an dieser dritten Schicht setzt die offizielle Theosophische Gesellschaft ihre Kritik an: Ihre Mahatmas seien lebende Adepten, keine entkörperten, durch „Aufstieg" verklärten Lichtwesen, und die meisten der populären „Ascended Masters" der amerikanischen Bewegungen seien spätere, durch Medien „durchgegebene" Hinzufügungen.

Die Quellen sind entsprechend gestuft: für die erste Schicht Blavatskys Isis Unveiled (1877) und The Secret Doctrine (1888) sowie die berühmten Mahatma-Briefe; für die zweite die clairvoyanten Werke Besants und Leadbeaters; für die dritte Ballards Unveiled Mysteries (1934) und die „Diktate" der Prophet-Bewegung. Hinter allen dreien aber steht ein gemeinsamer Anspruch: die Existenz einer verborgenen Bruderschaft vollendeter Weiser, die über das Schicksal der Menschheit wacht.

Mythen, Legenden und Geschichten

Das Eigentliche dieser Lehre lebt nicht in Definitionen, sondern in ihren Erzählungen — den Briefen, die aus dem Nichts auf den Tisch fielen, dem verborgenen Reich hinter dem Himalaya, der Begegnung am Bergquell. Vier Erzählkreise ragen heraus.

Die Mahatma-Briefe: Botschaften aus dem Himalaya

Die folgenreichste Geschichte der frühen Theosophie ist die der Mahatma-Briefe (englisch The Mahatma Letters to A. P. Sinnett). Ihr Held ist der britische Journalist Alfred Percy Sinnett, Herausgeber der Zeitung The Pioneer im kolonialen Indien, der sich, fasziniert von Blavatskys Phänomenen, brieflich an die geheimnisvollen Meister wandte. Zu seiner Verblüffung erhielt er Antwort. Zwischen 1880 und 1884 empfing Sinnett (und in geringerem Umfang sein Freund A. O. Hume) eine lange Reihe von Briefen, die nach theosophischer Darstellung von den Meistern Koot Hoomi und Morya stammten.

Das Wunderbare lag in der Art ihrer Übermittlung. Die Briefe „erschienen", so die Erzählung, auf übernatürliche Weise: Sie fielen aus der Luft, materialisierten sich in geschlossenen Eisenbahnabteilen, lagen plötzlich in einem verschlossenen Schrank oder zwischen den Zweigen eines Baumes. Die Meister, hieß es, schrieben sie nicht mit der Hand, sondern „präzipitierten" sie — sie verdichteten Gedanken unmittelbar als Schrift auf das Papier, gelegentlich mithilfe von Schülern (Chelas), die als Vermittler dienten. Inhaltlich sind die Briefe alles andere als bloße Wundergeschichten: Sie entfalten eine ganze esoterische Kosmologie — die Lehre von den sieben „Runden" und „Wurzelrassen", vom siebenfachen Aufbau des Menschen, von Karma und Wiedergeburt, von den nachtodlichen Zuständen Kāma-Loka und Devachan —, und sie bilden eine der Hauptquellen für Sinnetts einflussreiche Bücher The Occult World (1881) und Esoteric Buddhism (1883).

Die Briefe wurden zum Prüfstein des Glaubens und des Zweifels zugleich. Für die Anhänger waren sie der handgreifliche Beweis, dass die Meister wirklich existierten und mit der Welt in Verbindung standen. Für die Gegner waren sie der Hauptbeleg des Betrugs: Die Society for Psychical Research sandte 1884 den Ermittler Richard Hodgson nach Indien, dessen berüchtigter „Hodgson-Bericht" (1885) Blavatsky des Schwindels bezichtigte und die Schrift der Briefe ihrer eigenen Hand zuschrieb — ein Urteil, das die spätere Forschung teils bestätigte, teils (in den 1980er Jahren) methodisch wieder in Frage stellte. Wie immer man die Echtheit beurteilt: Die Originalbriefe selbst sind erhalten und liegen seit 1939 im Britischen Museum, heute in der British Library — ein Bündel vergilbter Blätter, das den ganzen Streit zwischen Offenbarung und Fälschung in sich trägt. 1923 gab A. Trevor Barker sie gesammelt heraus; seither gehören sie zu den meistdiskutierten Dokumenten der modernen Esoterik.

Die Große Weiße Bruderschaft und das verborgene Reich Shambhala

Über die einzelnen Meister hinaus erzählt die Theosophie von einer Gemeinschaft der Vollendeten: der Großen Weißen Bruderschaft. Sie ist kein Verein und keine Kirche, sondern eine unsichtbare „Loge" der Adepten, die — über die Kontinente und durch die Jahrtausende verbunden — gemeinsam an einem einzigen Werk arbeiten: der geistigen Höherentwicklung der Menschheit. In ihr, so die reife Lehre Leadbeaters und Besants, ist jedem Meister ein Amt und ein „Strahl" (eine der sieben kosmischen Energie- und Wesensqualitäten) zugeordnet, und die ganze Bruderschaft ist als gestufte Hierarchie geordnet.

An ihrer Spitze steht in dieser Lehre eine erhabene Gestalt, die den Titel „Herr der Welt" trägt: Sanat Kumara, der nach theosophischer Überlieferung in urferner Zeit von der Venus auf die Erde kam, um die noch junge Menschheit zu lenken — er und seine Gefährten heißen darum die „Herren der Flamme". Unter ihm steht der Buddha; unter diesem der Bodhisattva oder „Weltlehrer", das Amt des kommenden Maitreya; und unter diesen wiederum die Chohans und Meister der sieben Strahlen, zu denen Morya, Koot Hoomi, der „venezianische Meister", der Meister Hilarion und — als Meister des siebten, violetten Strahls — Saint Germain gezählt werden.

Der mythische Sitz dieser Bruderschaft ist Shambhala (auch Shamballa geschrieben). Das verborgene Reich ist ursprünglich kein theosophischer, sondern ein tibetisch-buddhistischer Begriff: In der Lehre des Kālacakra-Tantra ist Shambhala ein reines, von einem gerechten König regiertes Land jenseits der bekannten Welt, aus dem dereinst ein Erlöserkönig hervorgehen werde. Die Theosophie und die spätere Esoterik nahmen dieses Motiv auf und machten Shambhala zum geistigen Zentrum der planetarischen Hierarchie, zum „Aufenthalt" Sanat Kumaras und zum verborgenen Quellort der Impulse, die die Weltgeschichte lenken — bald als wirklicher, doch unzugänglicher Ort in der Wüste Gobi oder im Himalaya gedacht, bald als rein „ätherische", für gewöhnliche Augen unsichtbare Sphäre. So wurde aus einer buddhistischen Königslegende das Hauptquartier der Weißen Bruderschaft — ein Beispiel dafür, wie die Theosophie östliche Motive in ihr eigenes Weltbild einschmolz.

Die Deva-Hierarchie: Naturgeister, Engel und die „andere Evolution"

Neben den menschlichen Meistern entfaltet die Theosophie eine ebenso reiche Lehre von den Devas — und hier wird sie zur ausgearbeitetsten modernen „Engel- und Naturgeisterkunde" des Westens. Den Grund legten Annie Besant und Leadbeater; ihr eigentlicher „Seher" der Deva-Welten aber war der englische Theosoph Geoffrey Hodson (1886–1983), der über Jahrzehnte hinweg behauptete, die Devas hellsichtig zu beobachten, und seine Schauungen in Büchern wie Fairies at Work and at Play (1925) und vor allem The Kingdom of the Gods (1952) — letzteres mit farbigen Tafeln der angeblich gesehenen Gestalten — niederlegte.

Das Grundprinzip dieser Lehre ist, dass die Devas eine eigene Evolutionslinie bilden, parallel zur menschlichen. Leadbeater formulierte ausdrücklich, die Devas seien „eine von der Menschheit verschiedene Entwicklung": Ein Mensch wird also nicht nach dem Tod zum Engel, und ein Naturgeist steigt nicht zum Menschen auf; beide Linien laufen nebeneinander her und berühren sich nur an bestimmten Stellen. Die Deva-Welt ist streng gestuft:

Diese Stufenleiter verbindet das theosophische Weltbild von unten bis oben: Die Devas sind die gestaltbildende, beseelende Innenseite der Natur, von der Elementarkraft im Wassertropfen bis zum lenkenden Geist eines Sonnensystems. Über die Theosophie wanderte diese Deva-Vorstellung später in die New-Age- und Channeling-Bewegung und sogar in die ökospirituelle Gartenpraxis (berühmt wurde die Findhorn-Gemeinschaft in Schottland, die ihre Pflanzerfolge der Zusammenarbeit mit „Devas" zuschrieb).

Saint Germain und die „I AM"-Bewegung: der Aufstieg am Mount Shasta

Die populärste und folgenreichste Geschichte der ganzen Strömung führt nach Amerika. Im Jahr 1930 war der Bergbauingenieur und Esoterik-Liebhaber Guy Warren Ballard (1878–1939) geschäftlich am Mount Shasta, einem erloschenen Vulkan im Norden Kaliforniens, der schon zuvor als Ort geheimnisvoller „Lemurier" und Meister galt (vgl. die Legenden um Lemuria/Mu). Beim Wandern, so Ballards eigene Erzählung, kniete er an einer Bergquelle nieder, um zu trinken — und ein junger Mann trat hinzu, reichte ihm einen Becher mit einer „belebenden" Flüssigkeit und gab sich als der Meister Saint Germain zu erkennen, einer der Aufgestiegenen Meister der Großen Weißen Bruderschaft.

Saint Germain — in der Geschichte des 18. Jahrhunderts eine reale, rätselhafte Abenteurer- und Hofgestalt, die als unsterblich und allwissend gerühmt wurde, in der Esoterik längst zum Meister verklärt — wurde nun Ballards persönlicher Lehrer. Er habe ihn, so Ballard, auf astralen Reisen in verborgene Höhlen und vergangene Inkarnationen geführt und ihm eine Reihe von „Diktaten" übermittelt. Ballard schrieb sie unter dem Pseudonym Godfrey Ray King nieder; das erste Buch, Unveiled Mysteries, erschien 1934. Gemeinsam mit seiner Frau Edna Ballard begründete er daraus die „I AM"-Aktivität (englisch "I AM" Activity) — eine eigenständige religiöse Bewegung, deren Name auf den biblischen Gottesnamen („Ich bin, der ich bin", Exodus 3,14) anspielt und die das göttliche „I AM"-Bewusstsein, die „mächtige Ich-Bin-Gegenwart", in jedem Menschen lehrt.

Das Herzstück der Bewegung wurde die Lehre vom Aufstieg (ascension) selbst: Der Mensch könne durch Reinigung, „Dekrete" (rhythmisch gesprochene Affirmationen) und die Anrufung der „violetten Flamme" Saint Germains sein Karma auflösen und schließlich — wie die Meister vor ihm — den physischen Tod überspringen und unmittelbar in einen verklärten Lichtleib „aufsteigen". Hier liegt die entscheidende Neuerung gegenüber Blavatsky: Aus den lebenden Adepten der Theosophie wurden nun aufgestiegene, entkörperte Lichtwesen, und der „Aufstieg" wurde zum erstrebten Ziel der Frommen. Die Bewegung wuchs rasant und zählte gegen Ende der 1930er Jahre nach Schätzungen bis zu einer Million Anhänger, ehe ein Betrugsprozess gegen die Ballards (nach Guys Tod 1939) sie schwer erschütterte. Aus ihrem Geist gingen spätere Gruppen hervor, allen voran die Summit Lighthouse Mark Prophets (gegründet 1958, der sich vom Meister El Morya beauftragt sah) und die daraus 1974 hervorgegangene Church Universal and Triumphant Elizabeth Clare Prophets, die das Pantheon der Aufgestiegenen Meister weiter ausbaute. So spannt sich der Bogen von einem Briefwechsel im kolonialen Indien über eine Begegnung an einem kalifornischen Bergquell bis zu einer amerikanischen Massenbewegung.

Typen und Stellung in der Welt­ordnung

Fasst man die Überlieferungen zusammen, ergibt sich ein gestuftes Personal der „inneren Welten", das man grob in drei Klassen ordnen kann — die menschlich-aufgestiegenen Meister, die nicht-menschlichen Devas und die höchsten kosmischen Ämter.

Die Meister aus der menschlichen Linie. Sie sind der Kern der Lehre: Menschen, die durch viele Leben hindurch alle Prüfungen bestanden, das persönliche Ich überwunden und die „Einweihungen" durchlaufen haben. In der älteren Theosophie sind sie lebende Adepten (Morya, Koot Hoomi); in der Ascended-Master-Bewegung aufgestiegene Lichtwesen (Saint Germain, El Morya, Meister Jesus, Hilarion, der „venezianische Meister"). Jedem ist ein „Strahl", ein Charakter und ein Wirkungsfeld zugeordnet — Saint Germain etwa der violetten „Verwandlungsflamme", Hilarion der Heilung und Wissenschaft.

Die Devas der parallelen Linie. Sie sind keine ehemaligen Menschen, sondern Angehörige einer eigenen Schöpfungsordnung: von den Elementargeistern der vier Elemente über die lenkenden Naturdevas bis zu den großen Engelwesen. Sie sind im Allgemeinen nicht moralisch gefallen wie die Dämonen mancher Religionen, sondern stehen jenseits des menschlichen Gut-Böse-Dramas; ihre Aufgabe ist Bau, Pflege und Beseelung der Natur und der inneren Sphären.

Die höchsten Ämter. An der Spitze stehen die kosmischen Würdenträger der Hierarchie — der „Herr der Welt" (Sanat Kumara), der Buddha, der Bodhisattva/Weltlehrer (Maitreya) und die Chohans der Strahlen. Sie bilden gleichsam die „Regierung" des Planeten auf der geistigen Ebene und residieren mythisch in Shambhala.

Allen Klassen gemeinsam ist ihre Stellung zwischen dem höchsten, unpersönlichen Göttlichen (dem „Absoluten", „Logos" oder „Einen Leben") und der gewöhnlichen Menschheit. Sie sind weder Gott noch bloße Menschen, sondern die vermittelnden Stufen einer durchgehenden, von oben nach unten gegliederten Wirklichkeit — eine moderne, esoterisch-evolutionäre Neufassung des alten Gedankens der „großen Kette der Wesen".

Die großen Vergleiche

Stellt man die Aufgestiegenen Meister neben verwandte Gestalten anderer Traditionen, zeigt sich ein durchgehendes Muster: Fast jede große Überlieferung kennt vermittelnde Wesen zwischen dem höchsten Göttlichen und dem Menschen — vollendete Heilige, helfende Boten oder verborgene Lenker der Geschichte. Die Familienähnlichkeit ist real; ebenso real sind die Unterschiede, die meist an drei Bruchlinien liegen: am Ursprung (ein erhöhter Mensch oder ein geschaffenes Wesen eigener Art?), an der Verfügbarkeit (offenbar und kanonisch oder durch private „Durchgaben" erschlossen?) und an der Heilslogik (Aufstieg durch Evolution oder Gnade, Erlösung, Gericht?).

Theosophie — Aufgestiegene Meister

Die Aufgestiegenen Meister sind, wie dargestellt, erhöhte Menschen innerhalb eines evolutionär-reinkarnatorischen Weltbildes: Sie haben durch zahllose Leben hindurch eine Entwicklung vollendet, die jedem Menschen offensteht, und wirken nun als verborgene Hierarchie weiter. Ihr Wissen wird nicht durch eine abgeschlossene Offenbarungsschrift, sondern durch fortlaufende Mitteilung — Briefe, hellsichtige Schau, mediale „Diktate" — vermittelt und ist damit prinzipiell erweiterbar. Genau diese drei Züge — die menschliche Herkunft durch Aufstieg, die Einbettung in Karma und Wiedergeburt und die offene, mediale Quelle — bilden die Eigenart, an der sich die folgenden Vergleiche messen lassen.

Buddhismus — Bodhisattvas und Arhats

Die nächste und von den Theosophen selbst am stärksten beanspruchte Parallele ist der Bodhisattva des Mahāyāna-Buddhismus. Tatsächlich sind die Ähnlichkeiten auffällig: Ein Bodhisattva ist ein Wesen, das die Schwelle zur vollkommenen Erlösung erreicht hat, aber aus Mitgefühl (karuṇā) im Wirkungskreis der Welt verbleibt, um allen anderen Wesen zur Befreiung zu helfen — genau wie die Meister, die ihren „verdienten" Eintritt in höhere Sphären aufschieben, um der Menschheit zu dienen. Die Theosophie hat diese Parallele ausdrücklich gezogen und das Amt des „Weltlehrers" sogar Bodhisattva genannt. Der große mitfühlende Bodhisattva Avalokiteśvara (Guanyin, Chenrezig), der „mit tausend Armen" allen Notleidenden beisteht, ist die vollkommene buddhistische Entsprechung zum helfenden, hinter den Kulissen wirkenden Meister.

Doch der Rahmen ist ein anderer. Erstens fehlt dem buddhistischen Bodhisattva die theosophische Hierarchie mit Ämtern, Strahlen und einem „Herrn der Welt"; der Bodhisattva steht in einem weiten Kosmos von Buddhas und Bodhisattvas, nicht in einer planetarischen „Regierung". Zweitens ist das Ziel ein gegensätzliches: Der Bodhisattva strebt letztlich die Auslöschung der Ich-Illusion und das Erlöschen im Nirvāṇa an — getragen von der Einsicht in die Buddha-Natur und die Leerheit (śūnyatā) —, während die Aufgestiegenen Meister einen verklärten, individuellen Lichtleib und den Fortbestand der gemeisterten Persönlichkeit lehren. Wo der Buddhismus das Selbst auflöst, lässt die Ascended-Master-Lehre es aufsteigen. Drittens ist der Bodhisattva-Weg in einem riesigen kanonischen Schrifttum über zwei Jahrtausende ausgearbeitet; die Meister-Lehre beruht auf den privaten Schauungen und Mitteilungen einzelner moderner Seher. Die Theosophen sahen in der Gleichung „Meister = Bodhisattva" einen Beweis der Einheit aller Weisheit; die buddhistische Seite würde eher auf den gegenläufigen Begriff von „Selbst" und „Ziel" verweisen.

Abrahamitische Religionen — Engelhierarchien

Eine zweite große Parallele bilden die Engelhierarchien des Judentums, Christentums und Islams — und sie passt vor allem auf die Devas. Wie die Engel sind die Devas vermittelnde, lichthafte Wesen zwischen Gott und Mensch, in Rängen geordnet (man denke an die neun Chöre der christlichen Angelologie nach Pseudo-Dionysius: Seraphim, Cherubim, Throne und so fort) und mit bestimmten Aufgaben in der Lenkung der Welt betraut. Besant und Leadbeater haben ihre Deva-Stufen ausdrücklich mit den Engelchören parallelisiert, und die theosophischen „lenkenden Devas der Natur" entsprechen den Engeln, die in mancher religiösen Vorstellung über Elementen, Gestirnen und Völkern walten.

Der Unterschied liegt im Ursprung und im Rahmen. Die Engel der abrahamitischen Religionen sind von dem einen Gott geschaffene Wesen, ihm bedingungslos zugeordnet und in eine monotheistische Heils- und Schöpfungsordnung eingebunden; ihr Sinn ist Lobpreis und Botendienst im Auftrag Gottes (vgl. den Vergleich der Engelvorstellungen in Engel im Vergleich). Die theosophischen Devas dagegen sind Glieder einer eigengesetzlichen Evolution innerhalb eines im Kern emanatistisch-pantheistischen Weltbildes, in dem das Göttliche nicht als persönlicher Schöpfer „gegenüber", sondern als das alles durchwirkende „Eine Leben" gedacht wird. Vor allem fehlt der theosophischen Deva-Welt die scharfe moralische Zweiteilung in gute Engel und gefallene Dämonen: Devas „fallen" in der Regel nicht, sondern stehen jenseits des Dramas von Gehorsam und Sturz. Und während die Engel der Offenbarungsreligionen in kanonischen Schriften verankert sind, beruht die detaillierte theosophische Deva-Kunde auf moderner hellsichtiger Schau. (Verwandte Geistwesen-Vorstellungen, die mit den theosophischen Naturdevas das Motiv der beseelten Natur teilen, sind das keltisch-germanische Feenvolk, die germanischen Wesen und die griechischen Daimones und Nymphen.)

Islam — die verborgenen Heiligen: Khidr, der verborgene Imam, die Abdal

Die vielleicht tiefste Parallele zum Motiv der verborgenen Lenker bietet der Islam, besonders der Sufismus und die schiitische Frömmigkeit — und gerade hier liegen die Unterschiede ebenso aufschlussreich wie die Ähnlichkeiten.

Da ist zunächst Khidr (arabisch al-Khiḍr, „der Grüne", türkisch Hızır), die rätselhafte Gestalt, die im Koran (Sure 18) als namenloser Diener Gottes dem Propheten Mose ein verborgenes Wissen lehrt. In der Volks- und Sufifrömmigkeit gilt Khidr als unsterblich, als verborgen unter den Menschen Wandelnder, der den Bedrängten zu Hilfe kommt und einzelne Sucher auf dem Pfad einweiht — eine Funktion, die der des persönlich führenden Aufgestiegenen Meisters frappierend nahekommt. In Anatolien lebt dieses Motiv im Frühlingsfest Hidrellez fort, dem Tag, an dem Hızır und Ilyas einander begegnen und Segen über das Land bringen.

Da ist ferner, in der Zwölfer-Schia, der verborgene Imam (der „Imam der Zeit", al-Mahdī): der zwölfte Imam, der nach der Lehre nicht gestorben, sondern in „Verborgenheit" (ghayba) entrückt ist und am Ende der Zeit als gerechter Erlöser wiederkehren wird — bis dahin aber verborgen über die Gläubigen wacht. Auch hier findet sich das Grundmotiv des lebenden, verborgenen Lenkers der Heilsgeschichte, das die theosophische Vorstellung vom verborgenen Sanat Kumara in Shambhala von Ferne spiegelt.

Da ist schließlich, im Sufismus, die Lehre von der unsichtbaren Heiligenhierarchie: Nach verbreiteter Vorstellung wird die Welt in jeder Generation von einer festen Zahl verborgener Heiliger getragen — den Abdāl („die Stellvertreter"), den Awtād („den Pfeilern") und an ihrer Spitze dem Quṭb („dem Pol", der „Achse" der Welt). Diese Hierarchie der Gottesfreunde, von denen die meisten unerkannt unter den Menschen leben, ist die nächste islamische Entsprechung zur Großen Weißen Bruderschaft überhaupt: eine geordnete, verborgene Gemeinschaft Vollendeter, die das geistige Gleichgewicht der Welt aufrechterhält.

Bei aller Nähe bleiben drei Unterschiede grundlegend. Erstens der theologische Rahmen: Khidr, der Mahdī und die Abdāl sind ganz auf den einen Gott bezogen — sie sind seine Diener, Heiligen und Werkzeuge, nicht selbstmächtige Stufen einer Evolution; ihre Vollkommenheit ist Gnade und Nähe zu Gott, nicht das Ergebnis durchlaufener Inkarnationen. Zweitens fehlt der reinkarnatorische Unterbau: Der islamische Heilige ist ein Leben lang Heiliger geworden, nicht über tausend Leben „aufgestiegen". Drittens die Quelle: Diese Gestalten sind in Koran, Hadith und der klassischen Sufi-Literatur verankert, während die Aufgestiegenen Meister auf moderner, fortlaufender medialer Mitteilung beruhen. So berühren sich Bruderschaft und rijāl al-ghayb („die Männer des Verborgenen") im Bild der verborgenen Weisen, die die Welt tragen — und trennen sich in der Ordnung, die jede Tradition über dieses Bild legt: hier die strenge Hingabe an den einen Gott, dort die selbsttätige Aufwärtsbewegung des sich entwickelnden Geistes.

Bilanz der Vergleiche

Quer durch die Traditionen kehrt dieselbe Grundfigur wieder: vollendete oder lichthafte Wesen, die zwischen dem Höchsten und dem Menschen vermitteln und die Welt — sichtbar oder verborgen — geistig tragen. Ebenso beständig kehren die Unterschiede wieder. Erstens der Ursprung: Die Aufgestiegenen Meister sind erhöhte Menschen, die Bodhisattvas Wesen auf dem Weg zur Buddhaschaft, die Engel geschaffene Boten Gottes, die islamischen Heiligen von Gott begnadete Menschen. Zweitens die Heilslogik: evolutionärer Aufstieg durch viele Leben (Theosophie) gegen Auslöschung der Ich-Illusion (Buddhismus) gegen Gnade, Dienst und Gericht unter dem einen Gott (Abrahamitisches). Drittens die Quelle der Kenntnis: fortlaufende mediale Mitteilung (Theosophie und Ascended-Master-Bewegung) gegen kanonische Schrift und Überlieferung (Buddhismus, Islam, Christentum). In dieser dritten Achse zeigt sich am schärfsten, warum die akademische Religionswissenschaft die Aufgestiegenen Meister als typisch moderne, „offene" Offenbarung einordnet — und warum gerade dies den Hauptstreitpunkt zwischen ihren Anhängern und ihren Kritikern bildet.

Rezeption und Kritik

Die Lehre von den Meistern und Devas hat eine außergewöhnliche Wirkungsgeschichte — und eine ebenso lange Kette der Kritik.

Innertheosophische Abgrenzung. Schon innerhalb der Bewegung ist die Lehre umstritten. Die Theosophische Gesellschaft (Adyar) hat sich, wie erwähnt, ausdrücklich gegen die amerikanische Ascended-Master-Strömung gewandt und betont, ihre Mahatmas seien lebende Adepten, nicht entkörperte „Aufgestiegene"; viele der populären „Ascended Masters" späterer Gruppen seien spätere mediale Zutaten. Die Spaltungen reichen bis in die Gründungszeit zurück, und Krishnamurtis dramatische Lossagung von 1929 — seine Erklärung, „Wahrheit ist ein pfadloses Land", und seine Zurückweisung aller Meister, Mittler und Organisationen — ist die berühmteste Absage an den ganzen Meister-Apparat von innen.

Der Vorwurf des Betrugs und der Unbeweisbarkeit. Von außen steht der Streit um die Echtheit im Zentrum. Der Hodgson-Bericht von 1885 bezichtigte Blavatsky der Fälschung der Mahatma-Briefe und der inszenierten „Phänomene"; spätere Verteidiger (etwa Vernon Harrison in den 1980er Jahren) bestritten die Beweisführung Hodgsons methodisch, ohne die Frage endgültig zu klären. Grundsätzlicher noch lautet der erkenntnistheoretische Einwand, dass die Existenz unsichtbarer Meister und hellsichtig geschauter Devas prinzipiell nicht überprüfbar und damit gegen jede Widerlegung immunisiert sei. Der Betrugsprozess gegen die Ballards (Ende der 1930er Jahre, in dem es um die Frage ging, ob ihre religiösen Behauptungen vor Gericht als „Schwindel" beurteilt werden dürften) wurde sogar zu einem berühmten Fall des amerikanischen Religionsverfassungsrechts (United States v. Ballard).

Der ideologiekritische Einwand. Besonders schwer wiegt die Kritik an der Lehre von den „Wurzelrassen", in die die Meister-Kosmologie eingebettet ist. Die theosophische Vorstellung einer Abfolge von „Wurzelrassen" der Menschheit (mit den untergegangenen Lemuriern und Atlantiern) ist von der Forschung wiederholt als anschlussfähig an rassische Hierarchievorstellungen des späten 19. Jahrhunderts kritisiert worden — eine Bürde, die das ganze Lehrgebäude mitträgt und die heutige Theosophen unterschiedlich deuten oder zurückweisen.

Die fortwirkende Faszination. Trotz allem ist die Wirkung gewaltig. Über die Channeling- und New-Age-Bewegung sind „aufgestiegene Meister", „Engel" und „Devas" zu festen Figuren der populären Spiritualität geworden; die „violette Flamme" Saint Germains, die Anrufung von „Erzengeln" und die Zusammenarbeit mit „Naturdevas" gehören zum gängigen Repertoire. Künstlerisch reicht die Spur von der abstrakten Malerei (Hilma af Klint, die sich von „Hohen Meistern" geführt sah; Mondrian und Kandinsky, die theosophische Anregungen aufnahmen) bis in die Architektur des Steinerschen Goetheanum. Und in der traditionalistischen Schule um René Guénon und den Perennialismus findet sich, bei aller scharfen Abgrenzung Guénons von der Theosophie, das verwandte Motiv einer „obersten geistigen Autorität" und eines verborgenen Hüters der „Urtradition" wieder — ein Zeichen, wie tief das Bild der verborgenen Weisen die moderne Esoterik durchzieht.

Fazit

Die Aufgestiegenen Meister und die Devas der Theosophie sind die moderne, esoterisch-evolutionäre Neufassung einer uralten Frage: Wer vermittelt zwischen dem Höchsten und dem Menschen — und wer trägt im Verborgenen die Welt? Aus Blavatskys lebenden Adepten im Himalaya, deren „Briefe" aus der Luft fielen, wurde über Besant, Leadbeater und Hodson eine ausgearbeitete Hierarchie von Meistern und Devas, von den Elementargeistern der vier Elemente bis zum „Herrn der Welt" in Shambhala — und über Guy Ballards Begegnung am Mount Shasta schließlich eine amerikanische Massenbewegung der „Aufgestiegenen Meister" mit Saint Germain und seiner violetten Flamme. In ihren Geschichten — den präzipitierten Mahatma-Briefen, dem verborgenen Reich hinter dem Himalaya, der Deva am Werk in der Blüte, dem Becher am Bergquell — verdichtet sich eine ganze Kosmologie des Aufstiegs.

Im Vergleich treten sie als eine eigene Lösung unter vielen hervor: erhöhter und individueller als der sein Selbst auslöschende Bodhisattva, eigengesetzlicher und „evolutionärer" als die geschaffenen Engel der Offenbarungsreligionen, weltlicher-aufsteigender und „medialer" begründet als die von Gottes Gnade getragenen verborgenen Heiligen des Islam — Khidr, der verborgene Imam und die Abdāl unter ihrem Pol. Sie nebeneinanderzustellen heißt nicht, sie gleichzusetzen, sondern zu sehen, worin die Traditionen einander berühren — im Bild der verborgenen Weisen, die der Welt zu Hilfe kommen — und worin sie unwiderruflich verschieden bleiben: in der Ordnung, die jede von ihnen über den Aufstieg, die Gnade und das Verborgene legt.